Tag 25: Zwangspause in Les Riceys

Tag 25: Les Riceys, Hotel Le Marius   –   11. Mai 2007

 

Heute morgen zeigte Franck mir das ganze Hotel. Jedes der vierzehn Zimmer war eine Überraschung, alle sehr individuell gestaltet. Man hatte hier vier alte Häuser zusammengefügt und so ging es über Treppen und Flure zu den einzelnen Zimmern, von denen man manche als kleine Wohnungen bezeichnen konnte. Vom Stil her erinnert mich das Haus an die luxuriösen, aufwändig renovierten Fincahotels auf Mallorca. Hier ist auch mit alten Holzbalken, Natursteinen und warmen Farben gearbeitet worden, wobei die Bäder und alle technischen Einrichtungen auf dem modernsten Stand sind. Ich fragte Franck, ob schon Fotos vom Interieur vorhanden wären und er sagte mir, daß sie wohl noch welche gebrauchen könnten. Da ich ja Zeit hatte, bot ich an, daß Hotel komplett zu fotografieren.

 

Nach zwei Stunden war ich mit der Arbeit fertig. Obwohl mir ein Stativ fehlte, waren die Ergebnisse dennoch gut. Ich fing an die Fotos auf dem Laptop zu bearbeiten um eine Foto CD für meine Gastgeber zu erstellen.

 

Als ich sah, daß sie auch eine Waschküche im Hotel hatten, fragte ich Franck, ob er meine Wäsche waschen könnte. Zum ersten mal seit meiner Abreise mußte ich meine vier T-Shirts, Jeans und Socken nicht im Waschbecken säubern, sondern bekam alles frisch und getrocknet zurück.

 

Gegen Mittag rief ich im Hotel in Bar sur Seine an, und zum Glück waren meine Schuhe jetzt da. Um halb eins nahm ich den Mittagsbus um mein Paket abzuholen. Zurück nach Les Riceys mußte ich ein Taxi nehmen, weil der nächste Bus erst abends um halb sieben wieder zurückfuhr. Susanne hatte mir außer den Schuhen noch zwei Tuben Hirschtalg Creme eingepackt. Und um mir den Tag zu versüßen auch noch Champagner-Trüffel-Herzen und eine Tüte roter Weingummi Herzchen. Auf Suse kann man man sich verlassen und dafür liebe ich sie auch.

 

Den Nachmittag verbrachte ich damit die letzten Fotos vom Hotel zu bearbeiten. Als ich fertig war, bereitete ich eine kleine Diashow auf dem Laptop vor und präsentierte sie Madame Josselin und Franck. Sie waren beeindruckt, was ich in so kurzer Zeit ausgearbeitet hatte. Für meine Mühe vereinbarten wir, daß Susanne und ich beim nächsten Besuch hier zwei Tage gratis wohnen können. Da freue ich mich jetzt schon drauf, das Hotel ist wirklich wunderschön.

 

Morgen kann es dann endlich zügig weitergehen auf meinem Weg in den Süden…